PAH Hypertonie

HYPERTONIEZENTRUM MÜNCHEN

Prof. Dr. med. Martin Middeke
 

 GP Alter Hof Logos Wortbild Kardiologie Nuklearmedizin Hypertonie Endokrinologie Lipidologie Kardiologie
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Medikamentöse Therapie

Klinische Untersuchungen (Studien) an sehr vielen Patienten mit hohem Blutdruck haben gezeigt, dass durch eine medikamentöse Behandlung die Lebenserwartung der Hypertoniker wieder ansteigt und gefährliche Blutdruckfolgen (Schlaganfall, Herz- und Niereninsuffizienz, Gefäßschäden) verhindert werden können.

Blutdrucksenkende Medikamente im Überblick

Wirkmechanismus Nebenwirkungen Bemerkungen


 
ACE-Hemmer (alle Substanzen enden mit "–pril", z.B. Ramipril oder Enalapril)
 
vermindern die Bildung von Angiotensin (Blutdruck steigerndes Hormon) Husten, Schwindel, selten Hautausschlag, Geschmacksstörungen gute Verträglichkeit, sehr gute Wirkung bei Herzinsuffizienz und Diabetes mit Hypertonie


 
AT1-Rezeptorblocker (Sartane) (alle Substanzen enden mit "-sartan", z.B. Telmisartan oder Valsartan)
 
wirken ähnlich wie ACE-Hemmer weniger Nebenwirkungen als ACE-Hemmer, insbesondere weniger Husten sehr gut verträgliche Substanzklasse


 
Betablocker (alle Substanzen enden mit "-olol", z.B. Metoprolol oder Nebivolol)
 
blocken die Katecholaminrezeptoren (Bindungsstellen für die Stresshormone) in verschiedenen Organen (Herz, Niere, und Gefäße) Schwindel, Pulssenkung, Schwäche bei stärkerer Belastung, kalte Hände und Füße, Sexualfunktionsstörungen sicher, gute Langzeiterfahrung, erfolgreich auch z.B. bei Angina pectoris, Migräne und zur Senkung einer erhöhten Pulsfrequenz


 
Diuretika (sehr unterschiedliche Substanzen wie Thiazide, Indampamid oder Torasemid)
 
erhöhte Wasser- und Salzausscheidung Schwäche, Schwindel, evtl. Kalium-, Magnesiumverluste (Muskelkrämpfe), evtl. ungünstig bei Zucker und Fettstoffwechselstörung, Sexualfunktionsstörungen sehr sichere Medikamente, Langzeiterfahrung, gute Kombinationsmöglichkeit mit allen anderen Blutdruckmedikamenten, evtl. Kaliumausgleich nötig


 
Kalziumantagonisten (die meisten Substanzen enden mit "-dipin", z.B. Amlodipin oder Lercanidipin)
 
blockieren die Blutdruck steigernde Wirkung von Kalzium an den Blutgefäßen Schwindel, Wassereinlagerungen, Gesichtsröte, Wärme, Verstopfung es gibt viele unterschiedlich wirkenden Substanzen
     
     
     
Reservesubstanzen    
     
 
Renininhibitoren (Aliskiren)
 
blockieren die Wirkung von Renin, einem Blutdruck steigernden Hormon Nebenwirkungen ähnlich wie AT1-Blocker gute Verträglichkeit, sehr gute Reservesubstanz


 
Alphablocker (z.B. Doxazosin)
 
Blutdrucksenkung durch Gefäßerweiterung Herzklopfen, Schwindel, verstopfte Nase, Sexualfunktionsstörungen sollte nicht allein gegeben werden, wird »kombiniert« bei schwerer Hypertonie


 
Dihydralazin
 
Gefäßerweiterung Herzklopfen, Kopf-, Magenschmerzen, Fieber wird gewöhnlich nur in Kombination mit anderen Blutdruckmitteln gegeben


 
Reserpin Clonidin Guanethidin
 
u. a. dämpfende zentralnervöse (Gehirn) Wirkung, daher werden diese Substanzen heute nur noch sehr selten eingesetzt hohe Nebenwirkungsrate; wegen der Wassereinlagerung müssen sie mit Diuretika kombiniert werden  


 
alpha-Methyldopa
(siehe Reserpin und Clonidin)   gute Erfahrungen bei Schwangerschafts-hypertonie

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